Private Bauherrn

Hier in Kürze mehr zu diesem Thema. 

Projektleitung

Komplette Projektleitung nach Ihren Wünschen oder Ausführung von zuvor gemeinsam festgelegten Leistungen.

Bauberatung

Betreuung von Bauvorhaben nach vereinbartem Leistungsbild.

Bauherrenvertretung

Wahrnehmung von Bauherrenaufgaben

Bewertung von Projekten

Bewertung von Planungen unter Nutzungs- und Kostengesichtspunkten unter Berücksichtigung des durch die Bauherrenschaft gewünschte Ziele.

Qualitätskontrolle

Durchführung von Kontrollen zur Überwachung der Bauausführung während der Bauzeit und rechtzeitige Feststelllung von Baumängel.

Baubetreuung von Bauträger - Bauvorhaben

Baubetreung von Bauvorhaben, welche von einem Bauträger erstellt werden, bereits vor Baubeginn weit vor dem Vertragsabschluss bis hin zu Ihrer Abnahme und der damit verbundenen Übernahme des Bauvorhabens. 

Handwerkerrechnungen und Steuern

Nie wieder Ärger mit der Rechnung

Handwerkerrechnungen richtig lesen

"Fahrtzeiten sind Arbeitszeiten", "Wir berechnen immer volle halbe Stunden", "Dafür muss ich ein Ersatzteil holen": Diese Sätze kennt jeder, der schon einmal Handwerker im Haus hatte. Was sie aber genau bedeuten, wird oft erst richtig klar, wenn man nach Durchführung des Auftrags die Rechnung des Dienstleisters in der Hand hält. 

Spätere Diskussionen und Ärger ersparen sich Modernisierer, wenn sie genaue Absprachen im Vorfeld treffen und auf eine korrekte Rechnung achten.
Hilfestellung bietet zum Beispiel der Ratgeber "Handwerker und Kundendienste" der Verbraucherzentralen oder ein Beratungsgespräch bei aba bauleitungsbüro kallweit.
 
"Da werden gelegentlich nicht nur Materialkosten, Fuhrparknutzung, An- und Abfahrtzeiten und Lohnpauschalen gemischt, sondern auch nicht nachvollziehbare Stundenkontingente in Rechnung gestellt", erklärt ein Experte der Arbeitsgemeinschaft für Bau- und Immobilienrecht (ARGE Baurecht). Kein Wunder, dass sich da beim Auftraggeber häufig der Gedanke aufdrängt: Muss ich dafür wirklich zahlen? Die Antwort: Wer nicht genau prüft, zahlt manchmal drauf! "Zeitabrechnungen für Unternehmen müssen transparent sein", erläutert die Frankfurter Baurechtsanwältin Heike Rath vom Deutschen Anwaltverein (DAV). Das geht auf ein Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) vom 17. April 2009 zurück. Demnach sind Unternehmer nur zur Abrechnung solcher Stunden berechtigt, welche bei einer wirtschaftlichen Unternehmensführung entstehen. Ein bedeutendes Urteil für den Bauherren.

Wenn der sich übervorteilt fühlt, kann er von dem jeweiligen Handwerksunternehmen einen Nachweis über die erbrachten Leistungen im abgerechneten Zeitraum verlangen. Ob der Zeitaufwand, in dem die Leistungen erbracht wurden, allerdings angemessen ist, kann zum Stolperstein werden. "Dann ist der Bauherr in der Beweispflicht", erklärt die Rechtsanwältin. Das heißt, er muss nachweisen, dass man die monierten Arbeiten auch schneller hätte erledigen können. Ein Prozedere, das sowohl für den Bauherren als auch für das beauftragte Unternehmen aufwendig werden kann. Hilfreich ist es daher, bereits im Vorfeld entweder einen verbindlichen Zeitrahmen für die Arbeiten oder einen fixen Höchstbetrag zu verabreden.
Steuern sparen
Hausbesitzer können Kosten, die durch Modernisierung oder Reparatur an ihrem Haus anfallen, steuerlich geltend machen - wenn sie über ordentliche Rechnungen verfügen! Seit Anfang 2009 ist sogar die doppelte Steuerersparnis drin: 20 Prozent von bis zu 6.000 Euro (also eine maximale Ersparnis von 1.200 Euro). "Das heißt, auch in schlechten Zeiten lohnt es sich für Hausbesitzer, in die Instandhaltung und Modernisierung ihrer Immobilie zu investieren", erklärt der Vorsitzende des Verbandes Privater Bauherrn (VPB) Thomas Penningh. Aber Achtung: Der Steuervorteil bezieht sich nur auf die reinen Lohn- und Arbeitskosten. Das verwendete Material bleibt davon unberührt. Weitere Bedingung für den Steuervorteil: das Begleichen der Rechnung per Überweisung. Denn das Finanzamt fordert Rechnung und Überweisungsbeleg als Nachweis.

Von der Steuer begünstigt sind alle Handwerkerrechnungen für Modernisierungs-, Erhaltungs- und Renovierungsmaßnahmen - von Tapezier- und Malerarbeiten über die Wartung von Heizungsanlagen bis hin zur Fassadensanierung. Selbst ein Kücheneinbau oder die Überprüfung der Blitzschutzeinrichtung garantiert den Steuervorteil. Neubauten sind aber ausgeschlossen. Das betrifft alle Arbeiten zur Bebauung oder Erweiterung von Wohn- und Nutzfläche. "Anbauten, Aufstockung oder auch der Ausbau eines Speichers oder Kellers zum Wohnraum werden steuerlich nicht begünstigt", erklärt Penningh.

Und das Beste: Der Höchstbetrag ist in jedem Jahr absetzbar. So kann beispielsweise bei Sanierungskosten über 12.000 Euro - bei Einverständnis der Handwerkerfirma - die Hälfte der Kosten im einen, die andere im nächsten Jahr gezahlt werden. Da das Datum der Zahlung entscheidet, gibt es die 1.200 Euro dann sogar gleich zweimal zurück!

So sieht eine Musterrechnung aus
Diese Daten muss die Handwerkerrechnung enthalten:
  • vollständiger Name und komplette Anschrift von Bauunternehmen und Bauherren
  • Rechnungsnummer  
  • Datum   
  • eindeutige Bezeichnung von Art und Umfang der erbrachten Bau- und Architektenleistung  
  • Umsatzsteuersatz  
  • die zu zahlende Summe  
  • Steuernummer des beauftragten Unternehmens  
  • Hinweis auf die Aufbewahrungspflicht der Rechnung (mindestens zwei Jahre)
Quelle: "AM SONNENPLATZ Ausgabe1/10"